Brunnenkapelle
Aktuelles vom Förderkreis
Förderkreis Brunnenkapelle Hattingen

Die Brunnenkapelle in Hattingen – Ein Ort mit Geschichte und Seele
Engagierte Bürgerinnen und Bürger wollen die Brunnenkapelle in Hattingen retten: „Hausschwamm“ und Feuchtigkeit bedrohen das Gotteshaus. Der „Verein zum Erhalt der kirchlichen Gebäude in Hattingen“ ist gegründet worden. Nun werden Mitglieder, Spender und Aktive gesucht.
Die Brunnenkapelle blickt auf eine über 750-jährige Geschichte zurück und ist weit mehr als ein religiöses Bauwerk – sie ist ein lebendiges Zeugnis der Vergangenheit und ein Ort mit tiefer, spürbarer Seele. Seit mehr als 750 Jahren in malerischer Lage gelegen, ist sie in der ganzen Region bekannt. Bereits im Jahre 1275 wird das dem „Heiligen Nikolaus“ geweihte Kirchlein im Zusammenhang mit einem kleinen Frauenkloster, einer „Klause im Bronnen“, urkundlich erwähnt. Als „Klausen“ bezeichnete man im Mittelalter kleine Klostergemeinschaften.
Ihren Beinamen als „Rosskapelle“ trägt sie, weil sich ein „Ross“ in sie verirrte und ein Windstoß die Kapellentüre zuwarf. Das gefangene Pferd nagte am herabhängenden Seil, das zum Glöcklein im Dachreiter gehörte, machte so auf sich aufmerksam und wurde gerettet. Heute wird in Hattingen an Christi Himmelfahrt und am Abend zuvor das „Brunnenkapellenfest“ gefeiert.
Doch die Geschichte der Kapelle ist nicht nur geprägt von ihrer religiösen Bedeutung, sondern auch von Erhalt und Wiederaufbau. Besonders einschneidend waren die Schäden während des Zweiten Koalitionskriegs (1799–1802), als die Kapelle von Soldaten besetzt und teilweise niedergebrannt wurde. Bereits damals haben sich die Hattingerinnen und Hattinger mit großem Einsatz für den Wiederaufbau eingesetzt.
Die letzte große Renovierung fand 1962/1963 statt – festgehalten in einer feierlich verfassten Urkunde.
In den vergangenen Jahren hat sich mit rasender Geschwindigkeit der „Hausschwamm“, ein Fäulepilz, ausgebreitet und das Mobiliar teilweise bereits unwiderruflich zerstört. In erheblicher Weise ist Feuchtigkeit eingedrungen. Seit 2020 ist die Kapelle nicht mehr begehbar. Ohne aufwändige Gegenmaßnahmen droht der endgültige Zerfall.
Im Sommer 2024 hat sich zunächst ein privater Förderkreis mit Mitgliedern aus Hattingen und Immendingen gebildet, um die Brunnenkapelle zu retten und um zu prüfen, ob diese durch Sanierungen wieder begeh- und nutzbar gemacht werden könnte.
Bis zum Frühjahr 2025 hat der auf Kirchenrenovierungen spezialisierte Architekt Alexander Schmid aus Donaueschingen ein Gutachten zu den Maßnahmen erstellt, mit denen die Brunnenkapelle gerettet werden kann.
Am Abend des 27. März 2025 trafen sich im Pfarrheim zahlreiche Interessierte Mitglieder aus Hattingen, der gesamten Seelsorgeeinheit und der Umgebung und bekundeten ihr Interesse für eine Mitgliedschaft in einem Förderverein mit der Aufgabe, die Kapelle zu erhalten und zu sanieren. Mittels dieses Fördervereins sollen Förder- und Sponsorenmittel gewonnen und das breite ehrenamtliche Engagement gebündelt werden.
Am Abend des 15. Mai 2025 sprachen sich 47 anwesende Gründungsmitglieder in einer Gründungsversammlung im Hattinger Pfarrheim für die Gründung eines Fördervereins mit den Namen „Verein zum Erhalt der kirchlichen Gebäude in Hattingen“ aus. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden und dann den Zusatz "e.V." tragen. Als erster Vorsitzender wurde Rainer Duttlinger gewählt.
Die Hattinger Brunnenkapelle ist mehr als nur ein Bauwerk – sie ist ein Symbol für Glauben, Heimatverbundenheit und gemeinschaftlichen
Einsatz. Sie lebt durch die Geschichten, die sie umgeben, durch die Feste, die gefeiert werden, und vor allem durch die Menschen, die sich für ihren Erhalt einsetzen. So bleibt sie ein Ort mit Geschichte und Seele – für die Gegenwart und die kommenden Generationen.
Förderkreis Brunnenkapelle Hattingen
Seit mehr als 750 Jahren in malerischer Lage gelegen, ist sie in der ganzen Region bekannt: Die Hattinger Brunnenkapelle. Bereits im Jahre 1275 wird das dem „Heiligen Nikolaus“ geweihte Kirchlein im Zusammenhang mit einem kleinen Frauenkloster, einer „Klause im Bronnen“, urkundlich erwähnt. Heute wird jährlich in Hattingen das „Brunnenkapellenfest“ gefeiert. Auch als alter Wallfahrtsort hat die Kapelle seit mehreren Jahrhunderten Bedeutung. In größeren Prozessionen, auch mit Pferden, ging es hunderte Jahre regelmäßig von Hattingen, Möhringen, Emmingen, Liptingen, von Tuttlingen und sogar von Renquishausen zur Brunnenkapelle. Ihren Beinamen als „Rosskapelle“ trägt sie, weil sich ein „Ross“ in sie verirrte und ein Windstoß die Kapellentüre zuwarf. Das gefangene Pferd nagte am herabhängenden Seil, das zum Glöcklein im Dachreiter gehörte, machte so auf sich aufmerksam und wurde gerettet.
Inzwischen ist, man muss es so deutlich formulieren, die Existenz der Brunnenkapelle gefährdet. In den vergangenen Jahren hat sich mit rasender Geschwindigkeit der „Hausschwamm“, ein Fäulepilz, ausgebreitet und das Mobiliar teilweise bereits unwiderruflich zerstört. In erheblicher Weise ist Feuchtigkeit eingedrungen.
In den vergangenen Monaten hat sich in Hattingen mit Mitgliedern aus der gesamten Seelsorgeeinheit ein Förderkreis gegründet, um die Brunnenkapelle zu erhalten. Auch die Seelsorgeeinheit hat sich bereits stark engagiert und finanzielle Soforthilfen für unmittelbar erforderliche Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Ziel aller Beteiligten ist es, in den kommenden Monaten einen Förderverein zu gründen, mit dessen Hilfe die Brunnenkapelle für die Nachwelt erhalten werden soll. In den nächsten Wochen wird an dieser Stelle in einer Artikelserie über bereits Erfolgtes und weiter Notwendiges informiert.
Wie bereits angekündigt konnten in den vergangenen Tagen an der Brunnenkapelle Gehölzarbeiten durchgeführt werden. Diese dienen dazu, den Feuchtigkeitseingang zu reduzieren und insbesondere auch eine Trocknung durch Sonneneinstrahlung zu ermöglichen. Nach diesen ist die Brunnenkapelle künftig auch wieder von Weither sichtbar. Vielleicht ist dies auch Anlass, für den einen oder anderen Spaziergang an das Kleinod. Zum Erhalt der Brunnenkapelle wird ein längerfristiges gemeinsames Engagement vieler notwendig sein. Weitere Mitstreiter sind daher jederzeit willkommen.
Weitere Informationen gibt es in den kommenden Wochen an dieser Stelle oder auf der Homepage der Seelsorgeeinheit unter Hattingen bzw. auch per E-Mail unter: brunnenkapelle-hattingen@gmx.de
Für den Förderkreis Brunnenkapelle
Robin Schray
