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St. Theopont und Synesius Hattingen
Pfarrei und Pfarrkirche
Die Pfarrei St. Theopont und Synesius besteht aus fast 480 Katholiken bei knapp 1.000 Einwohner im Ortsteil Hattingen der Gemeinde Immendingen. Die Pfarrei hatte bis 1980 eine eigene Pfarrstelle und bis dahin auch einen eigenen Pfarrer. Bis zur Gründung der SE Immendingen im Jahre 2001 wurde Hattingen von Immendingen aus mit betreut. Seit September 2012 gehört Hattingen zur SE Sankt Sebastian Immendingen-Möhringen.
Die Pfarrkirche St. Theopont und Synesius des über 1.000 Jahre alten Dorfes Hattingen präsentiert sich zusammen mit dem Pfarrhof und Pfarrhaus als reizvolle Anlage. Innerhalb der Friedhofsmauern liegt sie erhöht über der Ortschaft.
Schon im Jahre 1212 wird in Urkunden von einer Pfarrkirche in Hattingen gesprochen. Der Turm der Kirche scheint noch aus dieser Zeit (13. Jahrhundert) zu stammen. Die heutige Pfarrkirche, die auf den Fundamenten der alten Kirche ruht, stammt aus dem Jahre 1607. Eingeweiht wurde die Hattinger Kirche am Sonntag nach Mariä Geburt des Jahres 1607.
Der Hochaltar dürfte auf das Jahr 1627 - 1630 zurückzuführen sein, der Tabernakel könnte um 1740 - 1750 gefertigt worden sein. Das wertvolle Altarblatt stellt die Krönung Marien durch die Heilige Dreifaltigkeit dar. Die Figur auf der linken Seite ist der heilige Theopont und die rechte Figur der heilige Synesius. Diese beiden Heiligen sind die Patrone der Kirche.
An der Decke des Chores sind die sehr schönen und wohl auch alten Medaillons, die den heiligen Sebastina, den Johannes Chrysostomus, Joachim und Anna, Antonius und verdeckt den heiligen Theopont und den heiligen Synesius darstellen
Die Seitenaltäre sind Werke des Überlinger Bildhauers Georg Greising aus den Jahren von 1727 - 1745, der linke Seitenalter mit Bildern von Maria und Josef, der rechte mit den Figuren von Antonius und Sebastian.
Das Orgelgehäuse von Keppner 1771 gilt als eines der schönsten und elegantesten in Südbaden. Sie wurde 1994 komplett renoviert.
Brunnenkapelle
Im Jahr 1275 wurde die Brunnenkapelle dem heiligen Nikolaus geweiht. Um die Brunnenkapelle ranken sich verschiedene Legenden. Die Brunnenkapelle wurde früher auch Roßkapelle genannt, weil sich einer Sage nach einmal ein Ross oben im Chorraum gefangen hatte und durch das „Anfressen“ des Glockenseils auf sich aufmerksam machte. Die Brunnenkapelle wird mit dem jährlichen „Brunnenkapellenfest“ der Pfadfinder Hattingens gewürdigt. Ende des Jahres 2006 wurde die Kapelle außen renoviert. Nähere Informationen über die Brunnenkapelle und ihre Geschichte finden Sie detailiert auf der entsprechenden Unterseite in der Navigation.
Witthohkapelle
Die Kapelle St. Johannes und Jakobus am Witthoh wurde 2004 errichtet. Bauherr der Kapelle war Michael Ungethüm, der damalige Vorstandsvorsitzende der Aesculap AG. Die Kapelle wurde vom Architekten Günter Hermann entworfen und am 13. September 2004 geweiht. Die Kapelle ist wegen ihrer besonderen Architektur bekannt und gestattet durch die Fenster des Altarraumes einen Blick durch ein Kreuz über den Hegau, den Bodensee und bei klarem Wetter sogar bis zu den Alpen.
Pfarrhaus mit Pfarrheim St. Marien
Das heutige Pfarrhaus wurde im Jahre 1607 erbaut. Im Laufe der Zeit wurden sowohl am Pfarrhaus als auch am Pfarrhof Renovierungen vorgenommen und in den Jahren 1807/1808 "von Grund auf" umgebaut. Im Jahre wurde aus dem Pfarrhof unter Pfarrer Diez das Pfarrheim St. Marien.
Die Pfarrgemeinde ist nicht nur im sakralen Bereich in der Gemeinde präsent, sondern auch im gesellschaftlichen Leben mit Aktivitäten und Angeboten vertreten. So wird alljährlich am Namenstag der Kirchenpatrone ein Sommerfest veranstaltet. Nach dem festlichen Hochamt in der Kirche findet die weltliche Feier vor und im Pfarrheim St. Marien statt, in der neben Speisen und Getränken auch ein unterhaltsames Programm geboten wird. Ebenso lädt der Pfarrgemeinderat an Kirchweih zum "Kirbefest" mit Schlachtplatte ein. Zu einem Dankesessen werden die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Helfer eingeladen.
Für alle Einwohner der Gemeinde bietet die Pfarrgemeinde vielfältige Möglichkeiten zum Engagement an: Angefangen von dem Ministrantendienst mit regelmäßigen Ministrantenstunden, den wöchentlichen Gruppenstunden der Pfadfinder, der Teilnahme bei der Frauengemeinschaft, beim Kirchenchor oder beim Familiengottesdienstkreis.
Weitere Auskünfte erteilen jederzeit die Pfarrer Martin Patz und Axel Maier, sowie selbstverständlich die PfarrgemeinderätInnen von St. Theopont und Synesius.
Profil und Selbstverständnis eines Pfarrgemeinderats
Aufgabe des gewählten Pfarrgemeinderates ist es, zusammen mit dem Pfarrer beratend und beschließend an der Gestaltung des kirchlichen Lebens mitzuwirken. Der PGR erarbeitet Ziele und Perspektiven für die Seelsorge, arbeitet an deren Umsetzung und verabschiedet unter anderem auch den Haushalt der Seelsorgeeinheit und Pfarreien. Um es in den Worten des II. Vatikanischen Konzils zu sagen: "Der PGR ist das anerkannte Organ zur Koordinierung des Laienapostolats." Ihm PGR ist der Gedanke vom gemeinsamen Priestertum institutionalisiert. Das heißt: Die Mitglieder des Pfarrgemeinderats machen die Mitverantwortung aller Gläubigen zum Aufbau einer lebendigen Pfarrei sichtbar. Sie haben ein Mandat der gesamten Gemeinde; sie sind nicht Vertreterinnen und Vertreter einzelner Interessensgruppen, sondern tragen gemeinsam mit dem Pfarrer in der Vielfalt des Zeugnisses Verantwortung für die Einheit der Sendung der Kirche Jesu. Die wichtigsten Aufgaben eines Pfarrgemeinderates lassen sich in folgenden Punkten zusammenfassen. Er soll:
- in allen, die Pfarrgemeinde und Seelsorgeeinheit betreffenden Fragen beratend und beschließend mitwirken
- Mitverantwortung in der Gemeinde wecken
- Aktivitäten in der Gemeinde anstoßen und fördern
- gesellschaftspolitische Entscheidungen beobachten, und gegebenenfalls auch im Interesse der Gemeindemitglieder zu beeinflussen versuchen
- ökumenische Zusammenarbeit suchen und ausbauen
- die Pfarrgemeinde in der Öffentlichkeit vertreten und ihre Interessen wahrnehmen

